Land und Leute
Moslems machen etwa 13 % der Bevölkerung aus. Normalerweise leben Moslems und Hindus friedlich mit- und nebeneinander.
Der Buddhismus spielt in seinem Ursprungsland heute keine so große Rolle mehr.
Manchmal sieht man orthodoxe Jainas, deren Mund und Nase durch eine Maske bedeckt sind. Sie sind Verfechter der Gewaltlosigkeit und strikte Vegetarier. Die Schutzmaske soll verhindern, dass man aus Versehen ein Mini-Lebewesen einatmet. Um ja keine Tiere zu verletzen, essen sie auch kein Wurzelgemüse – es könnte ja ein Käfer beim Herausziehen der Wurzel getötet werden…
Die Sikhs – die „Reinen“ – tragen 5 „K“ bei sich: Kirpan (Dolch), Kanghi (Kamm), Kada (Eisenarmband), Kachha (Unterhose) und Kesh (ungeschnittenes Haar).
Erwähnen möchte ich noch die Parsen, Anhänger Zarathustras, die im 6. Jahrhundert aus Persien flohen. Viele leben in Mumbai als erfolgreiche und reiche Geschäftsleute. Ihre Toten werden in den Türmen des Schweigens den Geiern dargeboten.
Apostel Thomas war es, der im 1. Jahrhundert das Christentum nach Indien brachte. Die Christen machen ca. 2 % der Bevölkerung aus.
Oft sehen Sie das Swastika – das Zeichen für ein Feuerrad –, das leicht mit dem Hakenkreuz verwechselt wird, aber im Hinduismus als ein Glück bringendes Symbol gilt. [...]
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Birgit Rupprecht-Stroell
Indien: Stil und Etikette - Handbuch Indien
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